MEDITATION – GRUNDLAGEN

Don´t try to become. Be.

Osho

Oft habe ich gehört: ich bin nicht beweglich genug, um Yoga zu machen. Ein weiser Mensch hat einmal darauf geantwortet: „Zu sagen, man sei nicht beweglich genug für Yoga, ist wie zu sagen, man sei zu schmutzig, um ein Bad zu nehmen.“ Ähnliches habe ich oft von der Praxis der Meditation gehört: „Ich kann mich nicht hinsetzen und nichts denken.“ Verständlich, aber das ist auch nicht die Idee.

Was ist dann die Idee?

Unser Verstand neigt dazu, den Dingen, die sich in diesem Augenblick ereignen, etwas hinzuzufügen. Der aus den Erfahrungen der Vergangenheit geprägte Geist strickt sich aus den Erscheinungen des Augenblicks seine ureigene Realität. Das Wetter per se ist nicht gut oder schlecht. Es ist. Der Rest ist unsere Interpretation. Dieser Widerstand gegen das, was ist, erzeugt Stress und Leiden und macht, daß wir wie Marionetten immer wieder dieselbe von der Vergangenheit (und nicht von dem Moment) geprägte Realität erschaffen. 

Hierzu gibt es eine Geschichte von Paul Watzlawick, die den Vorgang wie ich finde unglaublich treffend beschreibt:  

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. – Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er “Guten Tag” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: “Behalten Sie Ihren Hammer!”

Paul Watzlawick: Anleitung zum unglücklich sein

In der Meditation üben wir auftauchende Gedanken und Emotionen wahr- und anzunehmen, ohne daran festzuhalten, hinzuzufügen, zu bewerten, zu interpretieren, kurz: Ohne dem Geist zu erlauben seine eigene Geschichte daraus zu stricken. Je mehr wir uns in dieser Geisteshaltung festigen können, umso mehr können wir unsere Realität aus dem Moment gestalten, so wie diese JETZT zu uns passt, uns glücklicher und zufriedener macht.

Meditation verhilft uns zu mehr

  • Ruhe und Gelassenheit
  • Klarheit 
  • Präsenz
  • Wahrhaftigkeit
  • inneren und äußeren Frieden
  • Lebensfreude

Dies ist aber oft nicht so einfach. Der Geist ist wie ein Dackel. Du sagst hundermal “Sitz” und irgendwann funktioniert es dann auch. Kaum schaust Du aber weg, bist einen Augenblick unachtsam, steht er auf uns ist weg. Genau so ist unser Geist. Ein Augenblick der Unachtsamkeit und er macht wieder, was er will.

In unserer Grundlagenmeditation möchten wir zunächst üben, den wilden Geist zu zähmen und ihm “Sitz” beibringen. Dies üben wir, indem wir uns immer wieder entscheiden ihn zurückzuholen, wenn er auf Wanderschaft geht. Manchmal hat er schon eine ganz schön lange Geschichte, kreiert. Macht nichts. Einfach wieder zurückholen. Wohin zurück? In unserem Fall wählen wir zunächst das Zählen und dann den Atem.

Bevor Du beginnst wäre es noch wichtig Dir einen Augenblick Zeit zu nehmen, einen für Dich passenden Sitz zu finden. Wir das funktioniert, erfährst Du in diesem kurzen Video:

Anleitung Haltung Meditationssitz

Und nun geht´s los. Nehme Dich für Dich passende Sitzhaltung ein und starte die Audiodatei

Grundlagenmeditation

 

 

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